Bushaltestellen sind ein beliebtes Revier für Langfinger. Der achtlos über die Schulter geworfene Rucksack lädt zum Zugreifen ein.

Keine Chance für lange Finger

24. Jul. 2009 Eben noch ganz entspannt gebummelt, plötzlich der große Schreck: Das Portemonnaie ist weg, und mit ihm Bargeld, Pässe und Bankkarten. Rund 13 Prozent der Deutschen sind im Urlaub schon bestohlen worden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der R+V Versicherung. Doch mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen können Sie sich vor Langfingern schützen.

Taschendiebe lieben Menschenansammlungen. „Auf dem Markt, in der Schlange vorm Museum oder an der Bushaltestelle fällt es kaum auf, wenn der Dieb auf Tuchfühlung geht“, warnt Hans-Jürgen Dannenberg, Schadensexperte beim R+V-Infocenter. Gern rempeln die Diebe ihre Opfer auch einfach an, bekleckern sie mit Eis, greifen beim „hilfreichen“ Abwischen in die Taschen oder ein Komplize greift sich Portemonnaie, Handy oder Kamera. Tragen Sie also nicht unnötig viele Wertsachen mit sich herum. Bewahren Sie Bargeld, Kreditkarten und Ausweise getrennt auf. Am besten in unterschiedlichen verschließbaren Innentaschen. Auf keinen Fall dürfen alle Familienmitglieder ihre Sachen gemeinsam in einem Rucksack oder einer Handtasche deponieren.

Wird Ihnen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der Geldbeutel gestohlen, lassen Sie möglichst schnell alle EC- und Kreditkarten sperren. Am besten die entsprechenden Telefonnummern schon vor dem Urlaub notieren und separat aufbewahren. Für die meisten Karten gilt inzwischen der einheitliche Sperrnotruf 116 116, aus dem Ausland mit der Vorwahl 0049. Außerdem muss bei der örtlichen Polizei Anzeige erstattet werden. Wichtig für Ihre Versicherung. Denn in einigen Fällen ersetzt die Hausratversicherung den Schaden. Zum Beispiel, wenn die Handtasche gewaltsam entrissen oder das Hotelzimmer aufgebrochen wurde. Und: Machen Sie sich vor der Abreise Kopien aller Ausweise, Papiere und Karten – das erleichtert das Wiederbeschaffen. (News-Reporter.NET/as)