Ein dichtes Netz von Herbergen finden Pilger auf dem Camino Francés, dem berühmtesten der spanischen Jakobswege, der allerdings gerade in den Sommermonaten sehr überlaufen ist. Foto: News-Reporter.NET

Pilgern – ein neuer Trend auf alten Wegen

28. Apr. 2009 Schon seit Jahrhunderten pilgern Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen zu heiligen Stätten. Und es werden immer mehr – in den letzten beiden Jahren ist die Zahl der Wallfahrer teils um ein Drittel gestiegen. Eine Umfrage des Reiseportals smavel.com unter Spezialanbietern bestätigt die deutliche Buchungszunahme bei Pilgerreisen: Seit gut zwei Jahren verzeichnen einige Veranstalter Umsatzzuwächse von mehr als 30 Prozent. Mit ein Grund für den starken Anstieg dürfte der „Promi-Faktor“ sein: Seit 2006 Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“ erschien, sind Wallfahrten noch stärker in das öffentliche Interesse gerückt. Insbesondere über den ohnehin schon viel begangenen Camino Francés, den berühmtesten der spanischen Jakobswege, der über die Pyrenäen nach Santiago de Compostela führt, brach eine regelrechte Pilgerflut herein. Auch weiterhin werden außergewöhnlich viele Buchungen erwartet, denn 2010 ist ein Heiliges Compostelanisches Jahr. Bis zum 29. Juni 2009 dauert zudem noch das Paulusjahr an, das zahlreiche Pilger auf den Spuren des Apostels wandeln lässt. Entgegen gängigen Erwartungen liegt Pilgern gerade bei jungen Menschen im Trend. Während früher religiöse Gesichtspunkte im Vordergrund standen, ist heute für viele der meditative oder sportliche Aspekt am wichtigsten. Selbst Pilgerreisen mit dem Fahrrad werden inzwischen auf vielen Routen angeboten. Auch zahlreiche Pilgerwege in Deutschland sind wieder populär, und fast vergessene Nebenstrecken werden neu entdeckt. (News-Reporter.NET/as)