
Während des Fluges sind die Mahlzeiten und die Schlafphasen nach Möglichkeit so zu wählen, dass sie der Zeit am jeweiligen Zielort entsprechen. Am Urlaubsziel kann es Jetlag-Geplagten helfen, sich tagsüber häufig im Freien aufzuhalten. (Kossy@FINEDAYS/Flickr)![]()
Ratgeber Urlaub: Jetlag bekämpfen
06. Jun. 2010 mp Düsseldorf - Auf Langstreckenflügen in andere Zeitzonen gerät der Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Organismus durcheinander. So kann es zum Beispiel zu körperlichen Beschwerden wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, einer verminderten Reaktions- und Gedächtnisfähigkeit, Hunger zu unpassenden Zeiten und Stuhl- oder Harndrang zu ungewohnten Gelegenheiten kommen. Einige Tipps helfen, damit der sogenannte Jetlag gut bekämpft werden kann.
Menschen mit einer festen Routine im Tagesablauf haben in aller Regel stärker unter dem Jetlag zu leiden als beispielsweise Schichtarbeiter. Bis sich der Körper auf den neuen Tag-Nacht-Rhythmus eingestellt hat, können zwischen zwei und vierzehn Tagen verstreichen. Die Dauer der Umstellung hängt unter anderem von der Anzahl der durchquerten Zeitzonen, vom Alter und vom gesundheitlichen Zustand des Reisenden ab. Außerdem wird die Ausprägung des Jetlags davon beeinflusst, wie sehr die Person nach der Reise am Ankunftsort gefordert wird. Geht man direkt an den Strand und kann sich ausruhen, ist dies sicherlich erholsamer als nach der Ankunft sofort in die Stadt zu gehen und zu Fuß alle Sehenswürdigkeiten abzuklappern.
Am besten ist es, sich frühzeitig an die lokale Ortszeit am Urlaubsziel anzupassen. Bei einer Reise in westlicher Richtung, also beispielsweise von Berlin nach New York, ist es am Zielort sechs Stunden früher als am Startpunkt. Daher empfiehlt es sich, sich einige Tage vor Reisebeginn etwas später als normal schlafen zu legen. Wer nach Osten fliegt, sollte hingegen früher zu Bett gehen und auch früher aufstehen, um sich seinem Rhythmus anzupassen. Während des Fluges sind die Mahlzeiten und die Schlafphasen nach Möglichkeit so zu wählen, dass sie der Zeit am jeweiligen Zielort entsprechen. Am Urlaubsziel kann es Jetlag-Geplagten helfen, sich tagsüber die meiste Zeit im Freien aufzuhalten und Sonnenlicht zu tanken. Größere körperliche Belastungen sollten am ersten Tag besser vermieden werden, ab dem zweiten Tag ist gegen sportliche Aktivitäten nichts mehr einzuwenden. Tagsüber einen Mittagsschlaf zu machen, ist bei der Umstellung auf die neue Zeit nicht förderlich. Besser ist es, während der Nacht ausreichend lange zu ruhen.
Mit der Ernährungsweise kann man ebenfalls Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus nehmen: Wenn sich der Hunger zu Zeiten bemerkbar macht, zu denen man vor der Reise gewöhnlich zu essen pflegte, sind nur kleine Portionen zu verzehren. Zudem ist die Zusammensetzung der Speisen zu beachten. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten wie zum Beispiel Kartoffeln oder Getreide machen eher müde, eiweißhaltige Nahrungsmittel wie Fleisch machen hingegen eher wach. Außerdem sollte viel Wasser getrunken werden. Da Zigaretten, Alkohol und Koffein den Körper belasten, ist darauf vorerst zu verzichten.
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